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Führende Marken im Bereich E Transporter

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Der Markt für Elektromobilität ist einer der größten Zukunftsmärkte unserer heutigen Zeit. Rund um den Globus nimmt die Anzahl elektrisch betriebener Fahrzeuge rasant zu. Für die kommende Jahre wird beim Umsatz mit Stromern eine durchschnittliche Wachstumsrate von 22 Prozent per annum erwartet. Doch noch steckt der Markt in den Kinderschuhen. 2020 machten Elektroautos bloß vier Prozent des weltweiten Automobilmarktes aus. Allein hieran wird deutlich, wie weit die Reise bis zur Vollendung der Mobilitätswende noch ist.

E Transporter werden hierbei einen entscheidenden Anteil haben. Von Paket- und Kurierdiensten über Handwerker bis hin zu Krankentransportern: Nutzfahrzeuge werden auch in Zukunft vielfältig eingesetzt werden. Insbesondere bei Kurzstreckenfahrten mit viel Stop-and-go-Verkehr können E Transporter ihre Vorteile ausspielen. Zum einen ist der für die Fortbewegung benötigte Strom auf dieselbe Strecke gesehen günstiger als Diesel oder Benzin. Zum anderen sind Elektrofahrzeuge generell wartungsärmer als ihre mit fossilen Brennstoffen betriebenen Pendants. Dies liegt schlicht daran, dass weniger verschleißanfällige Komponenten verbaut sind. Zudem profitieren Unternehmen, die ihre Fahrzeugflotte nachhaltig ausrichten, von einem öffentlichkeitswirksamen Imagegewinn und attraktiven Fördermöglichkeiten. Nicht zuletzt profitieren auch die Innenstädte durch weniger Schadstoffausstoß und eine geringere Lärmbelästigung. Doch welche Automobilkonzerne sind aktuell im Bereich E Transporter führend? Im folgenden Artikel stellen wir Ihnen die Top-Marken vor.

Volkswagen

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Volkswagen gilt als führende Marke und Vorreiter der deutschen Automobilbranche in Sachen Elektromobilität. Auch, wenn das Umbautempo des visionär agierenden Vorstandsvorsitzenden Heribert Diess Ende 2021 zu offen ausgetragenen Streitigkeiten mit dem Betriebsrat geführt hatte, bleibt die strategische Ausrichtung dennoch bestehen. Die Wolfsburger wollen mit aller Macht den Umbau des eigenen Konzerns forcieren. In den nächsten fünf Jahren sollen 119 Milliarden Euro in E-Mobilität, Digitalisierung und das autonome Fahren investiert werden. Doch schon heute hat Volkswagen einige elektrisch betriebene Kraftfahrzeuge im Portfolio.

Im Segment der Nutzfahrzeuge ist der e-Crafter das aktuell einzige Fahrzeug im Sortiment, welches VW selbst entwickelt (weitere Modelle sind nur in Kooperation mit dem Tuningunternehmen ABT erhältlich). Die technischen Daten des e-Crafter lauten wie folgt:

  • Leistung: 136 PS,
  • Maximalreichweite: 173 km (laut ADAC sind durchschnittlich 120 km realistisch),
  • Stromverbrauch: ca. 21,5 kWh pro 100 km,
  • Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h.

Anhand der begrenzten Reichweite wird deutlich, dass Volkswagen mit dem e-Crafter insbesondere auf Paketzustellungsdienste abzielt, die ihre Waren von einem Zentraldepot aus an die nahegelegenen Endkunden verteilen und daher nicht mehr als 100 Kilometer pro Tag zurücklegen. Für Handwerksbetriebe mit weiten Anfahrwegen dürfte die Reichweite hingegen nicht ausreichend sein. Auch die zur Schonung des Akkustandes begrenzte Höchstgeschwindigkeit macht deutlich, dass der e-Crafter für den Stadtverkehr konzipiert wurde. Mit einer Ladeflächenbreite von 1,38 Metern und einer Laderaumhöhe von 1,86 Metern sowie einer zulässigen Beladung bis zu 1,72 Tonnen bietet der e-Crafter ausreichend Möglichkeiten für den Warentransport. Für sein Vorzeigemodell im Bereich der elektrischen Nutzfahrzeuge ruft VW einen Grundpreis von 53.900 € auf.

Mercedes

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Auch die Mercedes-Benz Group, die vor der Abspaltung ihrer Lkw-Sparte unter dem Namen Daimler firmierte, hegt den Anspruch, eine führende Marke im Bereich Elektromobilität zu werden. Bis 2030 sollen 40 Milliarden Euro in die Erforschung der neuen Antriebstechnologie investiert werden. Im Jahr 2025 sollen mindestens 25 % des Umsatzes aus Elektrofahrzeugen stammen. Zudem sollen ab 2025 alle neu entwickelten Fahrzeugplattformen ausschließlich für Elektroautos konzipiert werden. Einen Meilenstein erhofft man sich durch die Weltpremiere des Konzeptfahrzeuges Vision EQXX im Jahre 2022, dessen technologische Architektur Vorbild für andere Baureihen sein soll. Geplant ist für den Vision EQXX eine Reichweite von über 1000 Kilometern pro Akkuladung, wodurch man die Konkurrenz technologisch vorläufig abhängen würde.

Zurzeit bietet Mercedes interessierten Kunden drei verschiedene E Transporter an, nämlich den eSprinter Kastenwagen, den eVito und den EQV. Die technischen Daten lauten für den eSprinter wie folgt:

  • Leistung: 116 PS,
  • Maximalreichweite: 158 km,
  • Stromverbrauch: ca. 32,5 kWh pro 100 km,
  • Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h in der Top-Variante.

Der eVito kommt mit folgenden technischen Daten daher:

  • Leistung: 204 PS,
  • Maximalreichweite: 370 km,
  • Stromverbrauch: ca. 26,9 kWh pro 100 km,
  • Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h beim Top-Modell.

Die entsprechenden Zahlen beim EQV werden von Mercedes wie folgt angegeben:

  • Leistung: 201 PS,
  • Maximalreichweite: 361 km,
  • Stromverbrauch: ca. 27,1 kWh pro 100 km,
  • Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h beim Top-Modell.

Während der eSprinter und der eVito in erster Linie für Kurierdienste interessant sind, wurde der EQV als Großraumfahrzeug für den Personentransport konzipiert. Entsprechend hochwertig wurde daher der Innenraum durch Mercedes gestaltet. Dies spiegelt sich allerdings auch im Preis des ersten elektrischen Mercedes-Nutzfahrzeugs mit eigener Fahrzeugplattform wider, der ohne Berücksichtigung von Förderbeträgen wie dem Umweltbonus fast an der 80.000 Euro-Grenze kratzt.

Stellantis

Stellantis ist ein im Januar 2021 aus der Fusion von PSA und Fiat Chrysler hervorgegangener Automobilkonzern, der 14 verschiedene Marken unter einem Dach vereint. Hierzu zählen unter anderem Fiat, Citroen, Peugeot, Opel, Chrysler, Dodge oder Maserati. Auch Stellantis hat sich einer ehrgeizigen Strategie im Bereich der Elektromobilität verschrieben. Bis 2030 sollen 70 % aller abgesetzten Vehikel emissionsarm sein. Opel soll dabei als führende Marke für E-Autos innerhalb des Konzerns aufgebaut werden und ab 2028 ausschließlich Elektrofahrzeuge vertreiben. Zur Erreichung dieses anspruchsvollen Ziels werden bis 2025 Investitionen von über 30 Milliarden Euro getätigt. Der Umbau ehemaliger Motorenwerke zu eigene Batteriefabriken soll dabei den Bedarf an notwendigen Akku-Lösungen decken.

Stellantis hat, bezogen auf den gesamten Konzern, die aktuell wohl größte Auswahl an strombetriebenen Nutzfahrzeugen auf dem Markt vorzuweisen. Unter der Marke Opel wären dies der Movano-e Cargo (vergleichbar mit dem VW Crafter oder dem Mercedes Sprinter), der etwas kleinere Kastenwagen Vivaro-e, der Hochdachkombi Combo-e Cargo sowie den als Konkurrenz zum EQV gedachte Zafira-e Life, den Opel wörtlich als „Lounge auf Rädern“ beschreibt. Insbesondere der Combo-e Cargo ist für Opel spannend, da weder Volkswagen noch Mercedes ein vergleichbares Modell im Portfolio haben. Der knapp über 35.000 Euro teure E Transporter eignet sich sowohl für kleinere Lieferfahrten als auch für Einmannbetriebe im Handwerksbereich. Trotz seiner kompakten Abmessungen ermöglicht der Combo-e Cargo die Zuladung von Waren bis zu einem Gewicht von 800 kg und einer Länge von knapp drei Metern. Im XL-Modell finden somit zwei Europaletten Platz. Das sind die wichtigsten technischen Daten:

  • Leistung: 136 PS,
  • Maximalreichweite: 293 km,
  • Stromverbrauch: ca. 22,7 kWh pro 100 km,
  • Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h.

Fiat, Citroen und Peugeot bieten aufgrund der konzerneinheitlichen Fahrzeug-Plattformen nahezu identische Fahrzeuge an.

Toyota

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Toyota ist der nach Produktionszahlen größte Automobilkonzern der Welt. Die Japaner gelten seit jeher als Visionäre in Bezug auf neue Antriebstechnologien. Unter anderem brachten sie 1997 mit dem Modell Prius das weltweit erste Hybrid-Fahrzeug auf den Markt. Doch während sich die vorgenannten Konkurrenten voll und ganz der Elektromobilität verschreiben, fährt Toyota mehrgleisig. Investiert wird zukünftig nämlich nicht ausschließlich in die Verbesserung von Elektrofahrzeugen, sondern auch in noch effizientere Hybrid-Modelle sowie die Brennstoffzellen-Technologie für wasserstoffbetriebene Antriebe. Ein führender wissenschaftlicher Mitarbeiter begründete dies vor einiger Zeit unter anderem mit der (vor allen in Entwicklungsländern) zu spärlichen Ladesäulen-Infrastruktur, dem hohen Ressourcenaufwand für die Fertigung von Akkus sowie den oftmals außer Acht gelassenen Treibhausgasemissionen bei ebendieser Produktion.

Aktuell umfasst das Fahrzeugsortiment von Toyota zwei elektrisch angetriebene Nutzfahrzeuge, nämlich den für Handwerker und Zustellungsdienste gedachten Proace Electric (in der Basisversion ab knapp 42.000 Euro erhältlich) sowie den Proace Verso Electric (ab ca. 59.000 Euro verfügbar), welcher für die Personenbeförderung entworfen wurde. Für den Proace Electric gibt Toyota folgende technische Daten an:

  • Leistung: 136 PS,
  • Maximalreichweite: 330 km,
  • Stromverbrauch: ca. 25,1 kWh pro 100 km,
  • Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h.

BYD

Während der Name BYD vielen Leuten in den hiesigen Breitengraden wohl noch kein Begriff ist, so ist der chinesische Automobilkonzern primär im Bereich von elektrisch betriebenen Bussen bereits in Europa vertreten. Kunden sind unter anderem die deutsche Bahn und diverse Flughäfen in europäischen Metropolen. Nachdem man in Norwegen Anfang 2021 mit dem E-SUV Tang relativ erfolgreich gestartet ist, plant BYD auch im restlichen Europa den Markteintritt mit seinen Pkws und elektrischen Transportern. Die Chinesen sind definitiv als ernstzunehmender Konkurrent für europäische Automobilunternehmen anzusehen, schließlich sind sie einer der weltweit führenden Betriebe im Bereich von Akkumulatoren (allgemein unter der Abkürzung Akku bekannt). Diese werden nicht nur in den eigenen Fahrzeugen, sondern auch in vielen Smartphones oder Solaranlagen im Auftrag von Drittfirmen verbaut. Laut Experten ist die selbst entwickelte und in der für die Europaexpansion vorgesehenen Limousine Han verbaute Blade-Batterie Konkurrenzprodukten womöglich deutlich überlegen.

Auf dem europäischen Markt für kleinere Nutzfahrzeuge startet BYD zunächst mit dem kompakt gebauten Transporter ETP3. Dieser leistet 134 PS, fährt mit einer Akkuladung bis zu 310 Kilometer und schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Vor allem preislich dürfte der ETP3 für potenzielle Kunden attraktiv sein, denn bereits bei seinen Pkws ist BYD für seine vergleichsweise günstigen Konditionen bekannt.